Das Wirbeltier-Gehirn verarbeitet hochdifferenziert Sinneseindrücke und
koordiniert komplexe Verhaltensweisen. Es ist somit der
Hauptintegrationsort für alle komplexen Informationen, die der
Organismus verarbeiten muss. Nicht jede Information gelangt bis zur
Hirnrinde und zum Bewusstsein. Peripher
liegende Nervengeflechte (Plexus) und vor allem Zentren im Hirnstamm
verarbeiten die meisten der von Rezeptoren ankommenden Erregungen
unbewusst. Reflexbögen
übernehmen Aufgaben, die mit höchster Geschwindigkeit und ohne bewusste
Verarbeitung und verzögernde Einflussnahme erledigt werden.
Dieses autonome Nervensystem koordiniert vegetative Funktionen wie Atmung, Kreislauf (Herzfunktion), Nahrungsaufnahme, -verdauung und -abgabe, Flüssigkeitsaufnahme und -ausscheidung und Fortpflanzung, zu deren Regulation die Komplexität des Gehirns nicht benötigt wird.Nach dem Ursprung der Nerven unterscheidet man bei Wirbeltieren Spinalnerven, die das Zentralnervensystem (ZNS) im Bereich des Rückenmarks verlassen, und Hirnnerven, die aus dem Gehirn entspringen. Im Bereich der Gliedmaßenursprünge bilden die Spinalnerven Nervengeflechte, in denen sich Anteile verschiedener Rückenmarksnerven vermischen und formieren.