Der Beruf des Tierhomöopathen stellt ein eigenständiges Berufsbild dar. Mit dem Tierheilpraktiker kann man ihn nur bedingt vergleichen, denn die Unterschiede sind nicht unerheblich. Bereits beim Umfang der Ausbildung wird dies deutlich. Nach Abschluss seines Studiums verfügt der Tierhomöopath über ein fundiertes medizinisches, therapeutisches und praktisches Wissen, um Tiere nach den Regeln der klassischen Homöopathie zu behandeln.
Die Spezialisierung auf die eine Therapieform, nämlich die klassische Homöopathie, ist unbedingt notwendig, da man eine so umfassende ganzheitliche Heilmethode nicht „nebenbei" erlernen oder praktizieren kann. Klassische Tierhomöopathie erfordert darüber hinaus auch tierpsychologisches und verhaltenskundliches Wissen. Auch diese beiden Studienfächer sind in der Ausbildung zum Tierhomöopathen bei animalmundi bereits integriert.
Aus homöopathischer Sicht finden sich die Ursachen einer Krankheit im fehlenden energetischen Gleichgewicht des Patienten oder wie Hahnemann es nannte, der Verstimmung der Lebenskraft. Das oberste Ziel muss es sein, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen. Mithilfe einer einzigen individuell gewählten (der „ähnlichsten") Arznei wird dem Organismus der Anstoß gegeben, dieses Gleichgewicht ganz natürlich aus eigener Kraft dauerhaft wiederherzustellen - auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Wir regen den Patienten folglich nur an, seine Vitalität wieder herzustellen und sich selbst zu heilen.
Die Tiefe dieses Prinzips zu erfassen, seine Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und den Patienten gemeinsam mit dem Tierhalter auf den Weg zur Genesung zu führen, ist die Aufgabe des Tierhomöopathen. - Eine in jeder Hinsicht befriedigende Aufgabe, wenn mit Hilfe dieser ganzheitlichen Therapie ein gesünderes und freieres Leben für das Tier erreicht werden kann (oftmals auch in Fällen, in denen der Tierarzt nicht mehr weiter kommt). Doch selbst, wenn es für den Patienten nur noch den Weg in den Tierhimmel gibt, kann der Tierhomöopath diesen natürlichen Prozess so begleiten, dass der Patient in Frieden gehen kann.
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