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Tierpsychologie

Die Tierpsychologie bemüht sich darum, das Verhalten von Tieren zu analysieren, zu verstehen und dann praktisch darauf einzugehen. Das Tier in seiner Individualität steht im Mittelpunkt des Interesses und natürlich gehört der Tierhalter mit seiner individuellen Persönlichkeit ebenso ins Blickfeld des Tierpsychologen.

Die Grenzen zwischen Ethologie und Tierpsychologie sind sicher fließend, wobei man sagen kann, dass die Tierpsychologie auf der Ethologie aufbaut. Wir müssen erst einmal die Grundlage, die Ursache, das „Woher" eines Verhaltens verstanden haben, bevor wir uns einem therapeutischen Angebot, einer Problemlösung, einem „Wohin" zuwenden können. Um es medizinisch auszudrücken: Ohne Diagnose keine Therapie.

Dabei hat sich zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Tierpsychologie der wissenschaftliche Stand der Erkenntnis so rasant verändert wie heute. Die gegenwärtig in der Praxis von Tierverhaltens-Therapeuten oder Tierpsychologen überwiegend zur Berücksichtigung kommenden Konzepte basieren auf den Erkenntnissen der Ethologie und der Human-Psychologie. Die Ethologie verschafft uns das Grundlagenwissen für eine fachgerechte Diagnose, die Tierpsychologie gibt den Rahmen für eine mögliche Therapie.


Wir sehen die Tierpsychologie als wichtige Ergänzung zum Studium der Ethologie. Denn letztendlich geht es nicht nur um das Abstellen unliebsamer Verhaltensweisen, sondern vielmehr um das Verständnis der wahren Ursachen des Verhaltens. Ohne den Blick in die Psyche unserer Klienten ist eine wahrhaftig therapeutische Hilfestellung nicht möglich. Mensch und Tier in schwierigen Lebenslagen auch nachhaltig zu helfen, bedarf der Einbeziehung der psychologischen Perspektive und somit der Einbeziehung von emotionalen, geistigen und seelischen Aspekten.


In der Praxis ist dagegen zu beobachten, dass die große Nachfrage nach Hilfe in diesem Bereich, die Zahl der selbsternannten Tierpsychologen, Tierflüsterer, Tier-Nannys, Tiertrainer etc. ständig ansteigen lässt. Wir finden es darum sehr bedauerlich, dass es für diesen wichtigen therapeutischen Beruf bisher noch keine staatliche Anerkennung gibt. Und auch dass die Qualitätssicherung nicht geregelt ist. So handelt es sich bei der Mehrzahl der in diesem Bereich angebotenen Studiengänge um Fernstudiengänge. Der praktische Umgang mit Tierhalter und Tier kann jedoch kaum über ein solchen erlernt werden.


Mit unserem Studienangebot der Tierpsychologie bieten wir Ihnen die derzeit umfangreichste Ausbildung und legen dabei besonderen Wert auf einen sehr hohen praktischen Anteil des Unterrichts. Darüber hinaus arbeiten wir auf einen Bachelor-Abschluss in Tierpsychologie hin und freuen uns, wenn Sie mit zu den Pionieren gehören möchten.